Offenes Lernen

Der Wochenplan wird mit allen Aufgaben vorgestellt, die einzelnen Aufgaben verteilt und es gibt feste Zeiten, ihn zu bearbeiten. In der Regel gilt: "Lerne täglich 15 Minuten zu Hause und du kannst alle Aufgaben bewältigen."

Freie Lernformen gehen mit einer gewissen Arbeitsunruhe einher. Das ist für die Lehrerin bisweilen belastend, wird aber durch die Selbstständigkeit und Wachheit der Schüler entschädigt.

Freiwilliges Lernen bringt Erfolge, unsere uns anvertrauten Menschenkinder brauchen Mut, Klugheit und Lebensfreude!

"Lernen ist an konkrete Gegenstände, Situationen gebunden und zweckgerichtet" - Lernen an Stationen / Lerntheke

Beim Lernen an Stationen und bei der Arbeit an der Lerntheke wählt die Lehrerin zu einem bestimmten Thema Aufgaben und Medien aus und stellt daraus Lernangebote zusammen. Diese Lernangebote werden an verschiedenen Stationen z.B. am Fensterbrett, an Gruppentischen, in den Ecken oder an einer Lerntheke präsentiert. Die Schüler können aus den Angeboten frei wählen. Sie bestimmen die Reihenfolge der Aufgaben, die Zeit, die sie für die einzelnen Aufgaben benötigen und die Sozialform. Sozialform bedeutet, sie entscheiden, ob sie eine Aufgabe alleine oder in Partnerarbeit mit einem Mitschüler lösen möchten. Bei einigen Aufgabenstellungen geht die Wahl der Sozialform auch noch darüber hinaus und die Schüler entscheiden sich für den Ort, wo sie diese Aufgabe bearbeiten möchten.

Die Aufgaben und Materialien kreisen meist um ein bestimmtes Thema und können in Pflicht- und Wahlaufgaben gegliedert sein. Durch die verpflichtend zu erledigenden Aufgaben soll sichergestellt werden, dass alle Schüler die gleiche Basiserfahrung sammeln können, wenn auch nicht zur gleichen Zeit. Eine Kombination aus offenen und engeren Aufgabenstellungen ist sinnvoll, um dem unterschiedlich ausgeprägten Selbststeuerungsprozess und den unterschiedlichen Lernvoraussetzungen gerecht zu werden.

Offener Unterricht ist keine neue Methode in der Schule und keine didaktische Modeweile, sondern vielmehr ein pädagogisches Verständnis und eine pädagogische Haltung gegenüber den Schülern. Lernen ist ein aktiver Vorgang und abhängig von der inneren Einstellung des Kindes zum Lerngegenstand.

Angelika Teenck-Köppen

"Du kannst ein Pferd zur Tränke führen, du kannst es aber nicht trinken machen." (Volksweisheit)




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 LATEA  |  2018